Viva México🇲🇽🌮

So, dann melde ich mich mal wieder nach einiger Zeit. Und ja, die Latinos ticken auch aus wegen des Coronavirus, deswegen waren die letzten 2/3 Wochen ein bisschen chaotisch, aber darüber will ich ja gar nicht schreiben.

Ich habe in dieser Zeit eine ganz tolle Freundin gefunden, sodass wir das ganze zusammen durchgestanden sind und wir hatten ein paar nette Leute um uns, die uns immer wieder geholfen haben. Letztlich sind wir dann vom Landesinneren Panamas nach Panama-Stadt gekommen, um irgendwo anders hinzufliegen. Und, da Mexiko so ziemlich das Einzige Land ist, das noch Ausländer hereinlässt und Flüge nach Europa hat, sind wir nun hier in Cancun, auf der Halbinsel Yucatan.

Und gestern haben wir eine super 4-in-1-Tour gemacht, die uns zu vier schönen Orten an nur einem Tag gebracht hat! Es war natürlich anstrengend, wir mussten früh aufstehen und verbrachten einige Zeit im Bus, aber es hat uns sehr gut gefallen und man weiß ja nie, wann die ganzen touristischen Orte schließen… Außerdem haben wir ein paar freundliche Mexikaner kennengelernt und wunderschöne Ruinen, Pyramiden und Strände gesehen!

Zuerst ging es nach Tulum (archäologischer Nationalpark und gleichnahmige Stadt), wo sich eine alte Maya-Stadt befindet mit Namen Zamá. Dieser bedeutet Sonnenaufgang und „Tulum“ bedeutet Mauer in der Sprache der Maya, was sich auf die Ummauerung nach allen vier Himmelsrichtungen bezieht. Es sind noch einigermaßen gut erhaltene Ruinen, vor allem der große Tempel in der Mitte sieht noch imposant aus.

Die Zeit war aber ganz schön knapp, weil man ja von Allem Bilder machen muss und dann gibt es noch einen wunderschönen Strand! Naja, aber es war auch ganz schön voll, also war es tatsächlich besser nur eine Stunde dort zu verbringen und zum Schluss mussten wir uns ganz schön beeilen, rechtzeitig zum Bus zu kommen! Emilie hatte morgends dann auch noch eine kleine Puppe gesehen, die sie eigentlich noch für ihre neugeborene Nichte kaufen wollte. Ich war froh, als wir daran vorübergeeilt sind und sie nicht in den Laden gegangen ist. Dann haben wir aber ein älteres, langsames Pärchen aus unserer Gruppe überholt und sie meinte, sie kann es doch noch schnell kaufen, weil niemand in den Laden ist, und dann kann sie doch sprinten. Also drehte sie um (ufffff)….. und kam 30 Sekunden später mit einem jungen Pärchen angerannt. Sie haben gesagt „Nein, Nein, geh nicht“ und da war ich auch ganz froh drüber.

Weiter ging es nach Coba, aber erstmal die Bilder von Zamá:

Auf dem Weg nach Coba gab es noch Essen in einem kleinen Dörfchen, in dem anscheinend Menschen noch so leben wie die Maya früher, aber davon hat man fast nichts gesehen. Wir wurden zwar von einem Schamanen empfangen, der uns eingeräuchert hat und ein Gebet oder Lied für uns gesingsangt hat (ja, das Wort existiert), aber das war auch extra für die Touris arrangiert worden. Danach sollten wir alle im Souvenirladen alle was kaufen, weil es anscheinend die Indigenen unterstützt. Aber naja, es war ja eine Touri-Tour und wir sind ja irgendwie auch Touris, die Souvenirs kaufen wollen.

In Coba angekommen, wurden wir vor die Wahl gestellt: Zur Pyramide laufen, mit dem Fahrrad fahren oder ein Coba-Uber (in einer Rikscha). Wir entschieden uns für die guten alten Fahrräder und es war richtig cool nach 5 Monaten mal wieder Fahrrad zu fahren!! Auch wenn ich da drauf saß wie Affe aufm Schleifstein und es keine Gänge gab, war es richtig toll so schnell voranzukommen und durch den Dschungel zu cruisen 😊

In 10 Minuten (mit Absteigen und ein paar Fotos machen) waren wir an der größten Pyramide namens Nohoch Mul angelangt und staunten nicht schlecht über die 42 Meter Höhe! Leute liefen, kletterten und krochen die Treppen hoch und wieder runter. Natürlich wurden auch fleißig gegenseitig Bilder gemacht und neue Posen gesucht. So schlossen wir uns der Menge an, schossen Fotos und erklommen die 120 Treppenstufen der Maya-Pyramide.

Wir waren dann sogar so schnell, dass wir eine der ersten im Bus waren. Dann hatten wir aber die Möglichkeit, einen netten Mexikaner aus Guadalajara kennenzulernen und später dann noch eine süße Familie, die uns immer Kekse anbat. Auf dem Weg zum nächsten Stopp redeten wir dann also ein bisschen mit unseren Sitznachbarn und freuten uns auf die Abkühlung im Cenote, einem natürlichen unterirdischen Pool.

So ein schönes Naturgebilde kann man leider nur schwer fotografieren, also lieber ein Bild von uns zwei

Dort war es auch ziemlich voll, diesmal mit wasserliebenden, sich an Schwimmwesten und Seilen klammernden, meist mexikanischen Touris, also zogen wir uns zu einer Seite der Höhle zurück, an der schon ein Russe aus unserer Gruppe in einer Nische saß. Wir kannten ihn schon vom gegenseitigen Bilder machen, aber dann fingen wir auch an zu reden und gingen dann auch zusammen zum Bus, als es Zeit wurde.

Also hatte sich aus uns jüngeren „Solo“-Travellern eine kleine Gruppe gebildet, mit der wir dann im Bus plauderten und in den kurzen 40 Minuten Playa de Carmen zu erkunden. Das ist eine kleine Touristadt mit Strand und einer Shoppingstraße parallel dazu, wo man vor allem Souvenirshops, amerikanische Läden, teure Hutläden und Restaurants findet. Der nette Mexikaner Juan Carlos spendierte uns dann eine Mango mit Miguelito (wie Chilli ohne Brennen) und wir eilten mal wieder zum Bus zurück.

Am Ende des Tages waren, glaube ich, dann auch alle ziemlich geschafftund vor allem hungrig! Wir wurde dann so gegen halb 10 an dem Hotel in der Nähe unseres Hostels herausgelassen und es stellte sich heraus, dass Juan Carlos in derselben Gegend wohnt. Also sind wir noch zusammen ein paar Quesadillas und Tacos essen gegangen und haben den Tag mit ein paar netten Gesprächen ausklingen lassen.

2 Kommentare zu „Viva México🇲🇽🌮

  1. Hallo lilly, das hast du wieder schön geschrieben, von Mexiko 🇲🇽 Wünschen dir noch eine schöne Zeit in mexiko bis dein Rückflug geht. LG oma😘

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