Heaven N°2

Jardín

Jardín ist, wie der französische Name schon hinweist, eine Kolonialstadt in einem großen „Garten“. Es ist ein kleines Städtchen mitten in den grünen Bergen Kolumbiens! Umgeben von Kaffee-, Bananenplantagen und Dschungelwald liegen die vielen kleinen bunten Häuschen rund um den großen Platz mit einer schönen Kirche.

Es ist ein riichtig schöner Ort, weil er einfach sooo viel Charme und Natur hat. Auf dem Platz findet man schöne Restaurants mit bunten Tischen und Stühlen, alte Männer sitzen mit Cowboyhut auf dem Platz und unterhalten sich über die vielen Touris, es gibt Obstverkäufer, die auch leckere Säfte anbieten und die Tuktuks stehen an jeder Ecke bereit, um dich in gemütlichem Tempo herumzufahren.

Die Berge drumherum sind aber auch unglaublich toll! Es gibt super viele verschiedene Wanderungen, Wasserfälle, Höhlen, Kuhweiden, Plantagen und kleine Häuschen, in denen nette Menschen wohnen!!

Am Tag als ich im Ayahuasca Hostel 5 Min. von Jardín entfernt angekommen bin, war ich erstmal platt von 4 Stunden Busfahrt über Hubbelpisten und kurvige Berhstraßen. Außerdem waren Max und Floor (, mit denen ich schon in Guatape war) schon mit ein paar anderen aus dem Hostel wandern und so konnte ich in einer Hängematte entspannen, wobei ich sogar Gesellschaft von einer der süßen Hostelkatzen bekommen habe!! ❤

Der Moment, als ich nicht mehr wusste, ob ich ein Hunde- oder Katzenmensch bin…

Am nächsten Tag bin ich mit den beiden aber zu einem beliebten Wasserfall gewandert, la Cueva del Esplendor. Der Typ aus dem Hostel meinte, es sei nach 30 Minuten mit dem Tuktuk rauf in die Berge nur noch eine halbe Stunde zu Fuß und man müsste dann 20.000 Eintritt zahlen, um von einem Guide weitere 15 Minuten zum Wasserfall geführt zu werden. Der Tuktukfahrer meinte, dann es wären anderthalb Stunden bis zum Wasserfall und letztendlich waren wir fast zwei Stunden unterwegs (so viel zu Zeitangaben von Südamerikanern…). Der Weg war zwar ziemlich breit, aber dafür ein ständiges Auf und Ab, nach jeder Kurve ein weiterer Berg und 80% in der Sonne, der man dort oben ziemlich nah ist!

Der Wasserfall war natürlich trotzdem wunderschön, nachdem man ein bisschen durch den Dschungel bis dorthin geklettert ist. Es ist ein ganz besonderes Naturprodukt, weil sich das Wasser über die Jahre einen Weg durch die Felsdecke gesucht hat und nun wie in eine Höhle fällt! Das Wasser ist trinkbar, total klar und eiskalt! Wir zwei Mädels sind natürlich trotzdem untergetaucht und haben uns danach wie neu gefühlt, Max hat sich hingegen geweigert (…ich sag ja nur… Womenpower).

Für den Weg zurück haben wir uns dann mit einem Kokoseis gestärkt, auf einen letzten Jeep gehofft, der nie kam und haben uns letztendlich die Zeit mit einer Diskussion über Abtreibung vertrieben (und natürlich mit Laufen).

Zum Glück waren abends noch Burritos vom Vortag da und man kann auch einen Powernap machen, wenn man zu müde ist (…Max‘ Methode). Dann hab ich sogar noch jemanden fürs Wandern am nächsten Tag finden können und wir sind alle glücklich und geschafft ins Bett gegangen.

Am nächsten Tag wollte ich nämlich den Wasserfall besuchen, den die Anderen an meinem Ankunftstag gesehen haben. Also bin ich mit einer anderen Deutschen (Linda, wie ich 5 Minuten, nachdem wir los sind, erfahren habe… Namen sind nicht so wichtig) ins Städtchen gefahren, wir haben wieder eine Frühstücksbowl gegessen und sind mit dem Tuktuk den Berg hochgefahren. Ausgestattet mit einer Website, die jeder für diese Wanderung benutzt, sind wir dann losgewandert und haben dem Weg dank der Beschreibung, den Bildern und Papa’s Orientierungslaufskreismeistergenen ziemlich gut finden können. Diesmal wussten wir, dass es ca. 2,5 Stunden dauern würde, es sehr eben ist und auch nicht so doll in der Sonne. Also alles in allem ein guter Wanderweg über Kuhweiden und Trampelpfade.

Am Haus angekommen, wo uns ein Guide weiterführen sollte, wurden wir erstmal durch einen Hundepapa und 3 kleine Puppies begrüßt!!

Nachdem wir ein paar Minuten mit den Hundis verbracht haben und niemanden ums Haus herum finden konnten, haben wir den Weg weitergenommen. Der aber führte eher weg vom Wasserfall und, als wir dann 5 verschiedene Wege ausprobiert haben, wieder umgedreht sind und der kleinste der drei Hundebabies uns überall hin gefolgt ist, ohne zu zeigen, wo es langgeht, haben wir beschlossen, zurück zum Haus zu gehen und bei einem Snack auf den Guide zu warten.

Der Guide kam natürlich nicht, aber dafür 3 Mädels, von denen zwei in unserem Hostel waren, in Begleitung eines alten Mannes, der meinte, wir sollten einfach ohne Guide und Bezahlung den Weg hoch nehmen, den Linda und ich vorher gar nicht gesehen haben… Also sind wir dann zu fünft eine Kuhweide hochgelaufen, in den Dschungel rein und durch eine Wurzel-Stein-Höhle dann zum Wasserfall gekommen. Der Kleinste ist uns wieder gefolgt und wir haben ihn sicherheitshalber ein paar Stücke getragen, damit er sich nicht selbst umbringt (gute Hundemamas!).

Der Weg war natürlich schon ziemlicj cool, aber am Wasserfall Chorro Blanco angekommen, waren wir alle beeindruckt und fleißig am Fotos machen. Der Wasserfall ist ziemlich hoch und fällt in ein kleines, aber ziemlich tiefes Becken, von dem der Fluss dann weiter nach unten geht. Er ist zwar mitten im Grünen, aber es gibt dadurch eine Lücke im Wald, sodass man voll im Sonnenlicht ist und eine tolle Aussicht hat!

Dort kann man einfach toll Baden (auch hier war es ziemlich kalt), dann entspannt in der Sonne liegen, Mittag essen, Fotos machen und den Tag genießen!

Auf dem Rückweg war der Hausbesitzer dann tatsächlich wieder da, also mussten wir die 5.000 Pesos doch noch bezahlen, aber konnten auch noch die Toilette benutzen und haben noch ein bisschen mit ihm geredet. Dann sind wir eine Weile bergab gelaufen, um auf der anderen Seite das Ganze wieder hochzulaufen und zur Jeephaltestelle zu kommen. Da war der Hinweg eigentlich schöner, aber so haben wir ganz viele Kaffeepflanzen gesehen und haben auch ein paar nette Leute nach dem Weg fragen können. Endlich ganz oben wieder angekommen, wurden wir von nervigen Mücken zerstochen und haben mit einer witzigen Frau gesprochen, auch wenn man sie kaum verstanden hat. Als der Jeep dann endlich kam (pünktlich 20 Minuten nach der angesagten Zeit), sind wir luxuriös auf den Bänken gesessen, zwei Kinder auf dem Dach und zwei Andere standen hinten auf einer Trittfläche. Hinten zu stehen ist eigentlich ziemlich cool, weil man alles sieht und frische Luft in Gesicht hat!

So ging auch der zweite (eigentlich dritte) Tag ziemlich schnell zu Ende. Ich war noch mit Floor und 6 anderen Niederländern essen, wobei sie höflicherweise kein englisch geredet haben (ok…) und den Abend haben wir bei einem Lagerfeuer ausklingen lassen.

Den leider letzten Tag hab ich in der Hängematte verbracht, hab meine Reisepläne zum gefühlt 1000sten Mal geändert (da ist jzt vllt sogar ein Segeltrip included) und hab mit Sari telefoniert❣ Dann ging es mal wieder im Bus nach Medellín, der dank Stau und Baustellen 6 Stunden statt 4 gebraucht hat…

Beim Aussteigen merkt man leider gleich den Unterschied zwischen Landluft und Stadtklima, aber ich war ja gefüllt mit schönen Naturerlebnissen und Freude auf die nächsten paar Tage, dass auch das stickige Hostelzimmer nichts mehr ausgemacht haben.

To be continued…

4 Kommentare zu „Heaven N°2

  1. Wow du kommst ja echt rum und hast echt eine tolle lebendige Erzählweise, so dass man fast schon dabei ist 😉 leider nur fast…
    Und du siehst mit deiner Schoko-Haut den Latinos immer ähnlicher. Hihi erkennen wir dich noch wenn du heimkommst? Hdggggdl

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  2. Hi Lilli, wie schön dich so glücklich zu sehen. Ich wünsche dir noch viele schöne Erlebnisse auf deiner Reise.
    Liebe Grüße Christine

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