Ich will Meer!

Nach unserem ganz schön anstrengenden und abenteuerreichen Hiking Trek zur Lost City brauchten Sarah und ich erstmal Entspannung! Als wir in Santa Marta ankamen, mussten wir uns aber erstmal ein Hostel suchen, auspacken, waschen, umpacken, duschen (!!!) und das Nicht-Wandern genießen. Natürlich haben wir das bei einem lecker Cocktail am Meer gemacht.

Der Hafen ist eben eher so semi-romantisch, aber der Kellner oder Barinhaber war sehr witzig bzw. tanzfreudig und wir hatten wieder mal ein bisschen Zeit zu zweit zum Reden. 🙂

Am nächsten Tag hat es uns dann also doch an den Strand gezogen und zwar an den Playa de Rodadero, an den wir mit dem Bus gefahren sind und uns dann in den „Schatten“unter die Palmen legten. Wir wollten ja nicht wie alle Touris sein, die sich unter diese Plastikzelte in Plastikstühle flezen… Dadurch mussten wir zwar immer wieder wandern und sind auch nur abwechselnd ins Wasser gegangen aus Angst um unsere Wertsachen, aber es kamen wenigstens nicht so viele Verkäufer vorbei und es hat sich natürlicher angefühlt (, auch wenn wir fast neben der Straße lagen…).

Da Santa Marta dann aber doch nicht soo schön ist uns Sarah das beste Hostel an der Karibikküste gefunden hat, ging es am nächsten Tag mit den vollen Taschen im Bus nach Palomino, einem kleinen Dörfchen mit gefühlt nur zwei Straßen und seehr vielen Touranbietern. Also stiegen wir an der Hauptstraße aus und liefen die Staubstraße herunter Richtung Strand, von dem das Hostel nur ca. 100 Meter entfernt lag!! Wir wurden durch einen sehr süßen Rezeptionist begrüßt und in unser Zimmer geleitet, das 8 Betten und 3 laute Ventilatoren hatte, aber die Betten waren ganz gut und eine Hängematte gab es auch! Dann haben wir uns erstmal auf eine Lounge gelegt und haben nichts gemacht! Sooo schön 😉 Naja, tatsächlich haben wir gelesen und den Blogeintrag von der Lost City geschrieben, aber mit minimalem Kraftaufwand… Eine Abkühlung im Pool gab es auch und abends sind wir noch am Meer langgelaufen, um den Sonnenuntergang zu sehen, der leider hinter den Palmen verschwand.

Unser zweiter Tag in Palomino war sogar schon wieder ein bisschen anstrengend, weil wir eine ganze Stunde durch den Sand watschelten, um zu einer Flussmündung zu kommen, die wir von unserem Lieblingsrezeptionisten empfohlen bekommen hatten. Es war gar nicht so einfach, immer schräg zu laufen, einzusinken und dann waren da manchmal auch noch Steine! Aber am Fluss angekommen konnten wir uns ja schön abkühlen, obwohl das Wasser gar nicht so kalt war, sondern ziemlich angenehm. Dann lagen wir den Mittag über im Sand, haben gelesen, eine Kokosnuss getrunken, unsere Sonnenblumenkerne mit den Kindern geteilt und hatten supersüßen Hundebesuch von der kleinen Leila😍

Es waren auch echt nicht viele Leute an diesem idyllischen Plätzchen und der Weg über den Strand war beim Zurücklaufen auch richtig schön in Szene gesetzt durch die tiefstehende Sonne und die vielen Palmen.

Nach der Dusche oder der Pooldusche wollten wir uns noch nicht auf den Weg zum Essen machen, deswegen saßen wir unter den Palmen auf ein paar Yoga-Matten und hatten ein bisschrn Spaß beim Blogeintragfertigschreiben. Aber so langsam schlich sich der Hunger in den Magen und wir wollten noch ein bisschen die Straße hoch und runter laufen. Gesagt, getan. Da waren wir also am Schlendern und die Lilly erblickte einen superschönen, künstlerischen Handmade-Laden für Strickoberteile (diese superhippen croptops). Es waren eher ein paar Holzpfeiler, an denen die schmucken Stücke hingen anstatt ein richtiger Laden, aber das macht das Reingehen ja umso leichter ;). Wir wurden natürlich auch gleich angesprochen, aber ich traute mich nicht, wirklich was anzuziehen, also gingen wir bald schon wieder weiter. Auf dem weiteren Weg wurde dann aber natürlich über die Tops und die Farben geredet und, nachdem wir sogar „free shots“ abgelehnt hatten, mussten wir dann doch umdrehen und ich musste mindesten ein croptop anprobieren (hatte Sarah so festgelegt). Es wurden dann sogar 3 anprobierte Oberteile und die Wahl war tatsächlich gar nicht so leicht, aber ich darf euch verkünden, dass ich nun glückliche Besitzerin eines handgemachten Strick-Bikini-Croptop-Oberteils bin!

Anstatt dann also zu früh beim Essen zu sein, waren wir also zur Hauptzeit im beliebtesten Pizza-Restaurants der Straße (oder von ganz Palomino), sodass kein Platz mehr frei waren und wir mit gefühlt 20 weiteren Touris auf einen Tisch warteten. Halb so schlimm, weil wir noch einen Hocker an der Bar ergatterten, wo wir fröhlich eine Cola schlürften. Letztendlich gab es natürlich noch einen freien Tisch für uns, eine zweite Cola und superleckere, im Steinofen gebackene Pizzen. Da kann man doch einfach nicht mehr verlangen!

Samstagsmorgends (ja, okay erst um 12) ging es dann mit dem Bus schon wieder ins schöne (hust) Barranquilla, von wo aus Sarah am Sonntag nach Hause fliegen würde. Unser Hostel war zwar ziemlich leer, aber sehr schön gemacht und für 1€ Zuschlag pro Person gönnten wir uns das klimatisierte Zimmer, yuhuu! Wir machten dann erstmal ein schönes Chaos im Zimmer, nutzten ein drittes Bett als „Mülleimer“ und mussten alles nochmal besser packen, was immer Einiges an kraft kostet. Der letzte Abend wurde dann noch mit einem leckeren Abendessen bei Crepes&Waffles gefeiert, wobei wir uns natürlich Crepes & Waffeln gönnten!

Außerdem kann man in den Restaurants dieser bekannten Kette immer supergut Leute beobachten, also z.B. eine feiernde Gruppe Frauen jeden Alters, die ganz viele Bilder machen, Kinder, die ihr Eis wie einen Schatz in den Händen halten oder einfach Familien… So hatten wir immer was zu Reden und zu Schmunzeln.

Weniger witzig war, dass wir danach noch einkaufen gehen „wollten“. Das war so anstrengend, dass wir ein Taxi zurück ins Hostel nahmen, bei dessen Fahrer wir ein bisschen Angst hatten, dass er entweder einschläft oder gar noch stirbt! Naja, wir sind dann doch gut angekommen und sind sofort ins Bett gefallen. Nachts haben wir dann noch Mitbewohner bekommen, denen die zwei Plastikverpackungen auf dem Bett wohl nichts ausgemacht haben (upsi… das Müllbett…).

Der nächste Morgen begann mit lecker selbstgemachten Porridge mit Früchten und die restliche Zeit bis zu Saris Flug verbrachten wir in einem Park, in dem es seeehr viele Tauben gab! Natürlich wurden die auch gefüttert… aber dann hatten wir wenigstens etwas zum Zuschauen. Wir haben sogar Tiere gesehen, die wir nichtmal im Dschungel erblickt haben!

Im günstigsten Taxi das wir je hatten ging es dann zum Flughafen und mit einer kurzen Umarmung und ein paar Abschiedsworten war Sari auch schon weg… 😦

Das Taxi brachte mich dann gleich weiter zum Busbahnhof und von dort ging es weiter nach Cartagena. Obwohl ich hier schon mal mit Jan’s Familie war, hab ich noch ein paar schöne Fotos gemacht, aber eigentlich bin ich hier für die Weiterreise nach Panamá! Und zwar auf dem Segelboot Vanett über die San Blas Inseln😍🌴

Stay tuned!!

Ein Kommentar zu “Ich will Meer!

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